RATGEBER

Weg mit dem Alten

Wer sein Auto schnell loswerden will, geht zum Händler. Wer einen möglichst hohen Preis erzielen will, wählt einen anderen Weg.

Beim Verkauf eines Gebrauchtwagens an eine Privatperson erzielen Autofahrer meist einen besseren Preis als beispielsweise bei der Inzahlungnahme durch den Händler. Dafür ist der Aufwand höher. Ihre PROFIL erklärt, was es beim Verkauf zu beachten gibt.

Wer möglichst viel Geld herausholen will, ist bei einem Weiterverkäufer falsch, wird aber seinen Gebrauchten schnell und bequem los. Große Autohäuser kaufen oft nur relativ junge oder werthaltige Fahrzeuge an; es sei denn, es handelt sich um eine Inzahlungnahme. Ältere Modelle bietet man oft besser einem freien Gebrauchtwagenhändler oder einem der vielen Online-Ankaufs-Dienste an. Gerade letztere bieten eher geringe, hart kalkulierte Beträge an.

Den Gebrauchten privat zu verkaufen, bedeutet mehr Aufwand. Zunächst beim Inserat, das heutzutage oft auf einem der bekannten Online-Marktplätze wie mobile.de, autoscout24.de oder kleinanzeigen.de geschaltet wird. Hier zählt der erste Eindruck: Viele, aussagekräftige Bilder vom Fahrzeug sowie eine ausführliche Beschreibung, inklusive etwaiger Mängel.

DAS MUSS INS INSERAT
Die Bilder sollten im Hellen an einem freundlichen Tag aufgenommen werden, vorher wird der Wagen innen und außen gereinigt – optional professionell aufbereitet (Kosten ca. 150-350 Euro). Fotos von allen Seiten sowie von mehreren Perspektiven aus dem Innenraum müssen sein. Macken sollten auf den Bildern nicht verschwiegen werden, der Käufer sieht sie später sowieso. Im Text werden alle Ausstattungsmerkmale aufgezählt, auch diejenigen, die bei einem Sondermodell zur Serienausstattung gehörten. Eine frische HU-Plakette sowie ein Gebrauchtwagen-Zertifikat können den erzielbaren Preis erhöhen. Als ACV Mitglied erhalten Sie beispielsweise 25 Prozent Rabatt auf ein Wertgutachten beim TÜV Rheinland.

Um eine generelle Vorstellung vom erzielbaren Preis zubekommen, empfiehlt sich ein Vergleich mit ähnlichen Modellen auf Internet-Plattformen. Zudem bietet der ACV seinen Mitgliedern eine kostenlose Fahrzeugbewertung an: Auf Basis von Fahrzeugschein, Kilometerstand sowie Ausstattung ermittelt der Automobilclub den aktuellen Händler-Einkaufswert.

Service des ACV: Auf acv.de bietet der Club einen Kaufvertrags-Vordruck an, sowie die Möglichkeit, sein Fahrzeug kostenlos bewerten zu lassen. 

VERTRAGSVORDRUCK VOM ACV
Will der Käufer eine Probefahrt machen, sollte er seinen Führerschein vorzeigen. Außerdem verlangt man ein Pfand oder fährt selbst mit, der Fahrzeugbrief bleibt in jedem Fall zu Hause. Das Scheckheft, alte Rechnungen oder HU-Bescheinigungen dokumentieren den Pflegezustand und geben dem Käufer Sicherheit in Bezug auf die Korrektheit des Kilometerstandes. Einmal handelseinig geworden, gilt es immer, einen schriftlichen Kaufvertrag abzuschließen, den Käufer und Verkäufer unterschreiben; beide Seiten bekommen ein Exemplar. Auf der sicheren Seite sind Autofahrer mit dem Vordruck des ACV. Auf seiner Webseite bietet der Automobilclub einen Muster-Kaufvertrag zum Ausdrucken an.

Der Verkäufer sollte den Käufer auf jeden Fall über etwaige Mängel am Auto informieren, insbesondere Unfallschäden dürfen nicht verschwiegen werden. Im Vertrag muss die Sachmängelhaftung ausgeschlossen sein. Damit haftet der private Verkäufer bei Mängeln grundsätzlich nur noch bei ausdrücklichen Garantiezusagen oder bei nachweisbarer Arglist.

Achtung bei Wunschkennzeichen

Bundesweit besteht die Möglichkeit, die bisherigen Kennzeichen am Fahrzeug beizubehalten – auch, wenn der neue Besitzer aus einer anderen Stadt kommt. Wer als Verkäufer dem Käufer die Abmeldung überlässt, aber sein bisheriges Kennzeichen behalten möchte, sollte dies vorher mit dem Käufer abklären.

Im Vertragsvordruck des ACV ist auch ein Passus enthalten, bei dem sich der Käufer verpflichtet, das Fahrzeug kurzfristig auf seinen Namen anzumelden oder stillzulegen. Das ist wichtig, weil der bisherige Halter sonst weiter Versicherung und Steuer zahlt und für Bußgelder haftet. Wer das Risiko gänzlich vermeiden will, sollte das Auto abgemeldet verkaufen. Allerdings kann dann eine Probefahrt nur mit Kurzzeitkennzeichen oder roter Händlernummer stattfinden. Grundsätzlich gilt beim Gebrauchtwagenkauf die „Zug-um-Zug-Regel“. Das heißt, Schlüssel und Papiere werden erst ausgehändigt, wenn alles bezahlt ist. Barzahlung ist üblich, akzeptieren Sie keine Schuldscheine, Teilzahlungen oder Kreditkarten.

Checkliste Gebrauchtwagenverkauf

1

Genaue Modellbezeichnung inkl. aller Sonderausstattung sowie etwaige Mängel feststellen

3

Verkaufspreis optimieren: Reinigung, Aufbereitung, frische HU, Wertgutachten

5

Musterkaufvertrag in doppelter Ausführung ausdrucken und ausfüllen

7

Mit Käufer Ummeldung und Kennzeichenmitnahme abklären

2

Wert ermitteln: durch Vergleich und kostenlose Fahrzeugbewertung des ACV

4

Dokumente zusammenstellen: Scheckheft, Rechnungen, ggf. ABE

6

Zum Besichtigungstermin/Probefahrt möglichst einen Zeugen hinzubitten

8

Abmeldung ggf. der Versicherung mitteilen

1

Genaue Modellbezeichnung inkl. aller Sonderausstattung sowie etwaige Mängel feststellen

2

Wert ermitteln: durch Vergleich und kostenlose Fahrzeugbewertung des ACV

3

Verkaufspreis optimieren: Reinigung, Aufbereitung, frische HU, Wertgutachten

4

Dokumente zusammenstellen: Scheckheft, Rechnungen, ggf. ABE

5

Musterkaufvertrag in doppelter Ausführung ausdrucken und ausfüllen

6

Zum Besichtigungstermin/Probefahrt möglichst einen Zeugen hinzubitten

7

Mit Käufer Ummeldung und Kennzeichenmitnahme abklären

8

Abmeldung ggf. der Versicherung mitteilen

Zehn Dos and Don'ts bei Schnee und Eis

Was Autofahrer im Winter tun sollten – und was nicht: Ihr ACV gibt Tipps fürs Unterwegssein in der kalten Jahreszeit.

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Zehn Dos and Don'ts bei Schnee und Eis

Was Autofahrer im Winter tun sollten – und was nicht: Ihr ACV gibt Tipps fürs Unterwegssein in der kalten Jahreszeit.

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Sattelfest im Winter

Sitzheizung, Lichtautomatik und Winterreifen machen nicht nur Autofahrern das Leben in der kalten Jahreszeit angenehmer. Auch wer auf dem Fahrrad den kalten Temperaturen trotzt, kann sich seine Wege mit einigen Hilfsmitteln vergnüglicher gestalten.

Der fällt auf

Lichtautomatik im Fahrradhelm: Sobald es dunkel wird, schaltet ein Lichtsensor die 40 blauen und roten LEDs des Uvex Finale Light 2.0 (200 Euro) selbstständig ein. Egal, ob Tunnel oder Dämmerung, der Fahrradfahrer ist so gut sichtbar. Eine Akkuladung hält bis zu 12 Stunden, aufgeladen wird per Micro-USB.

Wärme nach Maß

Kein Pendler will nass und durchgefroren im Büro ankommen. An besonders ungemütlichen Tagen schützt die beheizbare Softshelljacke von Bertschat (220 Euro, für Damen und Herren erhältlich). Sie ist wind- und wasserdicht, zehn Zonen sind in drei Temperaturstufen beheizbar. Ebenso für Wanderer oder Wintersportler geeignet.

Wärme nach Maß

Kein Pendler will nass und durchgefroren im Büro ankommen. An besonders ungemütlichen Tagen schützt die beheizbare Softshelljacke von Bertschat (220 Euro, für Damen und Herren erhältlich). Sie ist wind- und wasserdicht, zehn Zonen sind in drei Temperaturstufen beheizbar. Ebenso für Wanderer oder Wintersportler geeignet. 

Für mehr Geschmeidigkeit

Der Winter beansprucht Materialien, ganz besonders durch Streusalz auf Straßen und Wegen, durch Kälte und Feuchtigkeit– gute Pflege ist in dieser Zeit daher besonders wichtig. Silikonspray (zum Beispiel von Atlantic, 9 Euro) hilft dabei, dass bewegliche Teile geschmeidig bleiben.

Warm im Sattel

Parkt das Fahrrad bei geringen Temperaturen im Freien, kostet schon das Aufsteigen auf den eiskalten Sattel Überwindung. Praktisch ist dann ein beheizbarer Sattelbezug wie von Thermrup (45 Euro, inkl. Regenüberzug), der von einer handelsüblichen Powerbank betrieben werden kann (nicht inkludiert).

Warm im Sattel

Parkt das Fahrrad bei geringen Temperaturen im Freien, kostet schon das Aufsteigen auf den eiskalten Sattel Überwindung. Praktisch ist dann ein beheizbarer Sattelbezug wie von Thermrup (45 Euro, inkl. Regenüberzug), der von einer handelsüblichen Powerbank betrieben werden kann (nicht inkludiert).

Guter Grip

Winterreifen gibt es nicht nur fürs Auto: Hersteller Continental – immerhin mit mehr als 100 Jahren Erfahrung bei Moped- und Motorradreifen – verspricht beim Contact Winter II Premium (68 Euro) bessere Kontrolle auf glatter Schneefahrbahn und nasskalten Oberflächen durch ein griffiges Lamellenprofil. Erhältlich in den Größen 26, 27,5 und 28 Zoll und auch für E-Bikes und S-Pedelecs geeignet.

Guter Grip

Winterreifen gibt es nicht nur fürs Auto: Hersteller Continental – immerhin mit mehr als 100 Jahren Erfahrung bei Moped- und Motorradreifen – verspricht beim Contact Winter II Premium (68 Euro) bessere Kontrolle auf glatter Schneefahrbahn und nasskalten Oberflächen durch ein griffiges Lamellenprofil. Erhältlich in den Größen 26, 27,5 und 28 Zoll und auch für E-Bikes und S-Pedelecs geeignet.

Wettkampf dem Steinschlag

Ausbessern, kleben, kalibrieren – welche Disziplinen bei einer Autoglaser-Weltmeisterschaft gefragt sind. 

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Autofahren im Winter
Niedrige Temperaturen, glatte Straßen, eingeschränkte Sicht – der Winter stellt Autofahrer vor besondere Herausforderungen.
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