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Schleudertraum

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Hohe Geschwindigkeit, laut dröhnende Motoren, gefährliche Überholmanöver: Bevor ich vor einem Jahr meinen Job als Redakteurin Print & Online beim ACV antrat, waren das meine gängigen Vorurteile zum Thema Motorsport. Dass es in der Welt der schnellen Automobile mehr gibt als Formel 1, Boxengasse und Champagnerduschen weiß ich spätestens seit meiner eigenen Teilnahme an einer ACV eigenen Rennserie, dem Slalom Einsteiger Cup (SE Cup).

Die Endläufe im vergangenen September in Bopfingen hatten es mir direkt angetan (siehe PROFIL 1-26). Da hätten in diesem Jahr die Anfahrt noch länger, das Wetter noch schlechter und die Temperaturen noch niedriger sein können: Das Miteinander der Fahrer, der ehrenamtlichen Helfer und Zuschauer auf und entlang der Strecke vermittelte ganz schnell ein ganz eigenes Gefühl. Hier trifft sich eine große Familie, jeder Neuzugang ist herzlich willkommen. Und ich wollte Teil davon werden. 

ACV Motorsport hautnah erleben: PROFIL Redakteurin Anne Villwock.

Kollegen und Familie bedenken mich mit verwunderten Blicken, obwohl ich seit meinem 16. Lebensjahr Motorrad und seit fast 30 Jahren Auto fahre. „Ist gerade ein Job als Boxenluder frei?“, fragt einer und denkt, das wäre witzig. Blödmann. Ich bin der Meinung, wenn ich ehrlich über Motorsport berichten will, kann ich nicht nur am Rand stehen und zuschauen. Ich muss die Faszination selbst erfahren. Zumal der Motorsport neben den ACV Kernleistungen Pannenhilfe und Reiseschutz und Zusatzleistungen wie Touren- und Rechtsberatung wie eine zweite Herzkammer für unseren Automobilclub ist. Hier engagieren sich die Mitglieder unserer rund 70 Ortsclubs ehrenamtlich, unter anderem für die Verkehrssicherheit der Jüngsten. Denn wer sich schon früh auf vier Rädern fortbewegt und auf gesichertem Gelände Anfahren, Schalten, Gas geben, Bremsen und Kurven fahren üben kann, der schafft es mit dem Führerscheinerwerb später schneller.

Und der Einstieg in den Motorsport ist wirklich einfach und kostengünstig möglich. Neben der ACV Mitgliedschaft gilt es lediglich, beim Deutschen Motorsport Bund (DMSB) eine C-Lizenz zu erwerben und sich nach sorgfältigem Lesen der Ausschreibung für ein Slalom-Camp (verpflichtende Theorie vor dem ersten Lauf) und einen SE Cup anzumelden. Ich habe nach diesen wenigen Formalitäten schnell den 25. April 2026 ganz dick im Kalender markiert. Nach dem Theorie-Camp am Vortag muss ich mich an diesem Samstag erstmals der Konkurrenz auf der Rennstrecke stellen. Und drei Dinge werden mir ganz schnell klar: Die Motorsportfamilie hat mich aufgenommen – der Helm in der Hand scheint wie die Unterschrift auf der Adoptionsurkunde zu sein –, ein VW Up GTI mit 115 PS auf der Rennstrecke ist etwas ganz anderes als ein VW T4 mit 78 PS auf der Autobahn und: Hier macht die Jugend das Rennen, nicht ich mit vermeintlich viel Erfahrung im Straßenverkehr. Da helfen auch die zwei Trainingsläufe vor den Wertungsläufen nicht viel.

Beim ACV SE Cup trifft sich eine große Familie, jeder Neuzugang ist willkommen.

Kaum über die Startlinie vergesse ich das Schalten und quäle den Up mit viel zu hoher Drehzahl durch das erste Tor. Mit nur einer Hand am Lenkrad in den zweiten Gang schaltend bekomme ich die enge Rechtskurve nicht richtig und rausche zu schnell in die Gasse. Vier von vier Pylonen auf der linken Seite mähe ich um. In meinem Kopf addieren sich die Strafsekunden. Tor zwei und drei bleiben stehen, ich drücke aufs Gas, auch das Golden Gate, der Einstieg in die Schweizer-Formation, lasse ich unberührt hinter mir. Mit zu viel Euphorie auf dem Pedal nehme ich die Links-Rechts-Links-Kombi, rase durch das nächste Tor und steige viel zu spät auf die Bremse. Die Kurve ist zu eng, die Reifen quietschen, das Heck bricht aus. Ein weiterer Pylon segelt durch die Luft.

Hinter mir stellen wohl die geduldigen Helfer die orange-weißgestreiften Gummikegel bestimmt wieder auf. Aber für einen Blick in den Spiegel oder auf den Tacho habe ich keine Zeit. Die nächste Gasse ist schon gefährlich nah. Was hat Jens Klingenberg, ACV Berater Sport, am Vortag bei den Probeläufen gesagt? „Die kannst du gerade nehmen. Für eine Korrektur reicht ein kleiner Ruck am Lenkrad.“ Ich versuche es. Scheint geklappt zu haben. Zumindest bleibt jenes Geräusch aus, das ein Pylon verursacht, wenn ihm der Radkasten zu nah kommt. 

Schon liegt das Golden Gate wieder vor mir, die Schweizer nehme ich in schneller Folge. Aber diesmal bremse ich rechtzeitig, komme gut durch die enge Kurve und die Tore. Aber alles fühlt sich so langsam an. Zu langsam? „Sicherheit muss nicht auf Kosten der Geschwindigkeit gehen“, klingen mir wieder Worte von Jens im Ohr. Eine halbe Runde noch, dann schieße ich mit dem Up durch die Zielgasse, bremse und biege langsam in die Wechselzone. Mein Mitstreiter und direkter Konkurrent Toralf in der Klasse „Youngtimer“ wartet schon. Wir klatschen uns ab, sind beide zum ersten Mal dabei und machen uns viel zu viele Gedanken. Er hat einen Wertungslauf mit zwölf Fehlern beendet. Und liegt am Ende des Tages trotzdem vor mir auf dem zweiten Platz.


Die Reportage über das Renndebüt von Redakteurin Anne Villwock beim SE Cup in Sonsbeck im Video erleben.  


Das Ergebnis ist mir jedoch schon vor der Siegerehrung am Nachmittag egal. Heute war der Weg das Ziel. Und noch vielmehr die Wegbegleiter. Der 16-Jährige, der mir durch das Autofenster wirklich wertvolle Tipps mit auf die Strecke gibt, ein Vater, der seiner Tochter mit ihrem Start beim SE Cup die Sorgen vor dem Führerschein nehmen kann, die Mutter, die stolz den ersten Platz ihres Sohnes bejubelt und sich mindestens genauso über jede weitere Platzierung ihrer Jungs aus dem OC Lahnstein freut.

Der Pokal hat einen Ehrenplatz in unserem Büro und vielleicht bald Gesellschaft: Um in den Endlauf am 12. September in Wittgenborn zu kommen, mein erklärtes Ziel in der ersten Saison, muss ich an insgesamt drei Cup-Veranstaltungen teilnehmen und ausreichend Punkte einfahren. Immerhin 13 waren es diesmal. Könnte meine neue Glückszahl werden.

Motorsport im ACV

Neugierig geworden? Der ACV engagiert sich auf vielfältige Art im Motorsport, vom Jugendkart über den Slalom Einsteiger Cup bis zur Tourenwagen Fahrersichtung. Dabei immer im Fokus: Die Steigerung von Sicherheit im Straßenverkehr. 

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ACV Caravan-Rallye 2026

77 ACV Camper trafen sich zur 49. Auflage der beliebten Caravan-Rallye, dieses Mal ging es nach Tirol.

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In der Halbzeitpause stand ACV Geschäftsführer Holger Küster dem Stadionsprecher von Alemannia Aachen, Robert Moonen, Rede und Antwort.

Familientag am Tivoli im Zeichen​
sicherer Mobilität

Familientag am Tivoli im Zeichen sicherer Mobilität

Vor großer Kulisse am Aachener Stadion Tivoli wurde der Mobilitätsspieltag von ACV und Alemannia Aachen zum Familienevent. Rund um das Saisonfinale der 3. Fußballliga gegen den TSV Havelse erwartete die mehr als 25.000 Besucher ein buntes Mitmachprogramm rund um Mobilität und Verkehrssicherheit.

Schon vor dem Anpfiff herrschte auf dem Stadionvorplatz reger Betrieb: Kinder testeten an der digitalen Reaktionswand ihre Schnelligkeit, lieferten sich Rennen auf der Carrera-Bahn und freuten sich über den Besuch des ACV Maskottchens „ACPfau“. Besonders gefragt war auch die kostenfreie ACV Verkehrsfibel, die spielerisch wichtige Regeln für den Straßenverkehr vermittelt und die auch im Familienblock verteilt wurde. 

„Die Aktion zeigt erneut, dass unser Engagement bei der Alemannia weit über klassisches Sponsoring hinausgeht“, sagte Holger Küster, Geschäftsführer des ACV. „Unser Ziel ist es, nicht nur den Sport zu fördern, sondern auch junge Menschen für sichere Mobilität zu sensibilisieren.“ Seit zwei Jahren unterstützt der Automobilclub als einer der Hauptsponsoren die Jugendabteilung des Traditionsvereins. Die ACV Verkehrsfibel finden Sie zum Download unter acv.de/schulweg-champions

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Camping-Leitmesse

Neu: ACV auf der Camping-Leitmesse

Wenn der Caravan Salon in Düsseldorf im Spätsommer (28.8.-6.9.) seine Tore öffnet, ist der ACV Automobil-Club Verkehr erstmals mit eigenem Stand vertreten. 750 Aussteller präsentieren auf mehr als 250.000 Quadratmetern Neuheiten und Wissenswertes aus der Welt des mobilen Reisens von Campervans, Wohnwagen und Reisemobilen über Zubehör und Technik bis zu Urlaubszielen. 

Am Stand des ACV erfahren Interessierte mehr über die speziell auf Camper abgestimmten Clubleistungen des ACV, etwa den umfassenden Schutz für Wohnmobile und Wohnwagen. Informationen gibt es auch zu praktischen Services wie Routenplanung, Camping Card und der beliebten ACV Caravan-Rallye.

NEUER ACV MESSEAUFTRITT
Zum Einsatz kommt der neue ACV Messestand, der seine Premiere Mitte Juni auf der „Internationalen Fachausstellung Bergen und Abschleppen“ (IFBA) feierte und künftig häufiger zu sehen sein wird. Sie sind neugierig geworden und wollen den ACV und die weltweit führende Messe für mobiles Reisen live vor Ort erleben? Wir freuen uns auf Ihren Besuch beim Caravan Salon in Halle 15, Stand E05.


Gewinnspiel

Exklusiv für ACV Mitglieder verlosen wir 25 x 2 Eintrittskarten im Wert von bis zu 20 Euro für den Caravan Salon.*
 
Interesse? Dann füllen Sie das folgende Onlineformular aus, um sich für die Verlosung zu registrieren. Die Gewinner werden unter allen Einsendungen ausgelost.

Zur Verlosung

* Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 

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Forum & Termine

Schnee beim Aufbau, 23 Grad danach: 77 ACV-Camper zog es zur Caravan-Rallye über Ostern an den Tiroler Reintaler See – mit Swarovski-Glanz, Apfelstrudel-Kurs, Boule-Turnier und Bergpanorama pur.
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