Mitten im smaragdgrünen Wasser des Krka-Nationalparks liegt die winzige Insel Visovac, die ein Franziskanerkloster aus dem 15. Jahrhundert beherbergt. Typisch für viele Orte an der kroatischen Adriaküste sind historische Altstädte mit Kirchen aus hellem Kalkstein, kleine Häfen mit schaukelnden Booten und das allgegenwärtige Leben am Wasser.

Mitten im smaragdgrünen Wasser des Krka-Nationalparks liegt die winzige Insel Visovac, die ein Franziskanerkloster aus dem 15. Jahrhundert beherbergt. Typisch für viele Orte an der kroatischen Adriaküste sind historische Altstädte mit Kirchen aus hellem Kalkstein, kleine Häfen mit schaukelnden Booten und das allgegenwärtige Leben am Wasser.

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Küste, Karst und Kultur: Das jüngste EU-Mitglied vereint mediterranes Flair mit abwechslungsreichen Landschaften und spannender Geschichte. Kroatien ist beliebt bei Campern und Bootstouristen, aber auch Städtereisende kommen hier auf ihre Kosten. Wir werfen einen Blick auf Kroatiens Mobilität, zu Lande und zu Wasser.

Das gut ausgebaute Straßennetz verbindet die kroatische Hauptstadt Zagreb mit den Küstenorten von Pula bis Dubrovnik, die beliebte Insel Krk ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden.


Die Sonne glitzert auf dem tiefblauen Wasser, hier und da durchschneiden kleine Boote die Wellen, entspannte Menschen breiten ihre Handtücher am hellen Sandstrand aus oder flanieren durch die pittoresken Gassen einer historischen Altstadt. So oder so ähnlich ist der Eindruck in vielen kleinen und größeren Orten entlang der kroatischen Adriaküste. Kein Wunder also, dass das im Südosten Europas gelegene Land am Mittelmeer zu den beliebtesten Reiseländern der Deutschen zählt. 


WEITER WEG IN DIE FERIEN
Und das, obwohl der Routenplaner für die Anreise auf eigener Achse leicht 1.200 Kilometer oder mehr anzeigt und Österreich und Slowenien durchquert werden müssen. Für den Transit herrscht auf den Autobahnen beider Länder Vignettenpflicht, zusätzliche Gebühren für Tunnel können anfallen. Wem das mit Pkw, Caravan oder Bootstrailer zu weit ist, nimmt den Nachtzug oder das Flugzeug. Von Bahnhof oder Flughafen ist die Weiterreise zu touristischen Orten mit einem Mietwagen oder öffentlichen Verkehrsmitteln problemlos möglich, insbesondere das Busnetz ist weit verzweigt.

Zurück zur Anreise auf eigener Achse: Erreicht man die kroatische Grenze, gehören lange Staus der Vergangenheit an. Seit 2013 ist Kroatien EU-Mitglied und seit 2023 auch Teil des Schengen-Raums. Also geht es direkt weiter auf das gut ausgebaute Autobahnnetz, das alle bedeutenden Städte mautpflichtig miteinander verbindet. Wird die Straßennutzungsgebühr aktuell noch klassisch an Mautstationen bezahlt, erfolgt ab Herbst 2026 schrittweise die Umstellung auf das neue digitale Free-Flow-System „Crolibertas“. Hierzu muss das Kennzeichen entweder vorab online oder nachträglich an den Autobahnauffahrten registriert werden, abgerechnet wird wie bisher nach den tatsächlich gefahrenen Kilometern sowie Art und Gewicht des Fahrzeugs.


Kostenfreie Alternative sind die Landstraßen, die aber oft schmal und kurvenreich und daher deutlich langsamer sind. Für Pkw, Motorräder und Wohnmobile ist die Höchstgeschwindigkeit außerorts übrigens auf 90 km/h begrenzt, auf Autobahnen sind maximal 130 km/h erlaubt. Für Gespannfahrer gelten außerorts 80 km/h und auf Autobahnen 90 km/h, außerdem müssen sie zwei Warndreiecke mitführen. Abblendlicht am Tag ist für alle Fahrzeuge von Ende Oktober bis Ende März obligatorisch, für Motorräder gilt das sogar ganzjährig. Kurzfristig auftretende, heftige Bora-Winde machen immer wieder die vorübergehende Sperrung von Brücken und Straßen notwendig.

VOR- UND NACHTEILE DES TOURISMUS
Kroatien ist touristisch gut erschlossen. Pula, Zadar, Split, Dubrovnik, die Küstenstädte an der Adria, sind mit ihren mittelalterlichen

Altstädten, römischen Monumenten, kleinen Gassen und Küstenpromenaden mit regionaler Gastronomie auch für Städtereisende gefragte Ziele. Die Hoteldichte ist hoch, immer wieder sind Baustellen für neue Resorts zu sehen. Im Umfeld der Städte gibt es außerdem eine gut ausgebaute Camping-Infrastruktur mit einer großen Auswahl von kleinen, naturnahen Stellplätzen bis zu luxuriös ausgestatteten Glamping-Anlagen, oft am Meer gelegen und mit direktem Strandzugang. Für eine Zwischenübernachtung auf der Reise zwischen zwei Aufenthaltsorten gibt es Camper-Stopps mit elementarer Infrastruktur (Strom, Wasser, Entsorgungsmöglichkeiten). Wildcamping außerhalb gekennzeichneter Plätze ist dagegen streng verboten, besonders im grenznahen Hinterland gilt abseits befestigter Wege auch über 30 Jahre nach dem Kroatienkrieg stellenweise noch Minengefahr.

Kostenfreie Alternative sind die Landstraßen, die aber oft schmal und kurvenreich und daher deutlich langsamer sind. Für Pkw, Motorräder und Wohnmobile ist die Höchstgeschwindigkeit außerorts übrigens auf 90 km/h begrenzt, auf Autobahnen sind maximal 130 km/h erlaubt. Für Gespannfahrer gelten außerorts 80 km/h und auf Autobahnen 90 km/h, außerdem müssen sie zwei Warndreiecke mitführen. Abblendlicht am Tag ist für alle Fahrzeuge von Ende Oktober bis Ende März obligatorisch, für Motorräder gilt das sogar ganzjährig. Kurzfristig auftretende, heftige Bora-Winde machen immer wieder die vorübergehende Sperrung von Brücken und Straßen notwendig.

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Altstädten, römischen Monumenten, kleinen Gassen und Küstenpromenaden mit regionaler Gastronomie auch für Städtereisende gefragte Ziele. Die Hoteldichte ist hoch, immer wieder sind Baustellen für neue Resorts zu sehen. Im Umfeld der Städte gibt es außerdem eine gut ausgebaute Camping-Infrastruktur mit einer großen Auswahl von kleinen, naturnahen Stellplätzen bis zu luxuriös ausgestatteten Glamping-Anlagen, oft am Meer gelegen und mit direktem Strandzugang. Für eine Zwischenübernachtung auf der Reise zwischen zwei Aufenthaltsorten gibt es Camper-Stopps mit elementarer Infrastruktur (Strom, Wasser, Entsorgungsmöglichkeiten). Wildcamping außerhalb gekennzeichneter Plätze ist dagegen streng verboten, besonders im grenznahen Hinterland gilt abseits befestigter Wege auch über 30 Jahre nach dem Kroatienkrieg stellenweise noch Minengefahr.


Peljesac-Brücke

Inseln, Seen, Flüsse: Kroatien ist eines der wasserreichsten Länder, hier gibt es zahlreiche spektakuläre Brücken. Seit 2022 verbindet die Pelješac-Brücke im Süden Kroatiens die Region Dubrovnik mit dem übrigen Land und umgeht den Neum-Korridor in Bosnien und Herzegowina, wodurch Grenz- und Zollkontrollen entfallen.




Peljesac-Brücke

Inseln, Seen, Flüsse: Kroatien ist eines der wasserreichsten Länder, hier gibt es zahlreiche spektakuläre Brücken. Seit 2022 verbindet die Pelješac-Brücke im Süden Kroatiens die Region Dubrovnik mit dem übrigen Land und umgeht den Neum-Korridor in Bosnien und Herzegowina, wodurch Grenz- und Zollkontrollen entfallen.



Das Durchschnittsalter von Pkw in Kroatien liegt bei rund 14 Jahren, der EU-Durchschnitt beträgt 12 Jahre, in Deutschland sind es 10,6 Jahre. Altfahrzeuge aus jugoslawischer Produktion wie den Renault 4 oder Zastava-Yugo sieht man noch häufig. Rimac Automobili hingegen ist ein junger kroatischer Automobilhersteller für elektrische Supersportwagen, Antriebe und Batteriesysteme.

Das Durchschnittsalter von Pkw in Kroatien liegt bei rund 14 Jahren, der EU-Durchschnitt beträgt 12 Jahre, in Deutschland sind es 10,6 Jahre. Altfahrzeuge aus jugoslawischer Produktion wie den Renault 4 oder Zastava-Yugo sieht man noch häufig. Rimac Automobili hingegen ist ein junger kroatischer Automobilhersteller für elektrische Supersportwagen, Antriebe und Batteriesysteme.

Im vergangenen Jahr testete der ACV mit seinen Partnern in der Interessengemeinschaft European Automobile Clubs (EAC) verschiedene Verkehrsträger auf der 1.200 Kilometer langen Vergleichsfahrt „Europa Challenge“ von Frankfurt in der Mitte Deutschlands zum Küstenort Zadar in Kroatien – nachzulesen in der PROFIL digital 03–25. Die Challenge zeigte unter anderem: Elektroautofahrer müssen sich auf ein deutlich weniger dichtes Ladenetz als in Westeuropa einstellen.


Entlang der Küste gehört die Fortbewegung auf dem Wasser zum Mobilitätsalltag: Ausflugs- und Fischerboote, Fähren zu den zahlreichen Inseln, kleine Segelschiffe und große Luxusyachten (auch mit Elektroantrieb). Vor den Hafenstädten fallen außerdem die riesigen Kreuzfahrtschiffe ins Auge, speziell Dubrovnik leidet unter Übertourismus. Doch die Stadt ergreift Gegenmaßnahmen: Inzwischen sind Kreuzfahrtschiff-Anläufe auf zwei pro Tag begrenzt, die berühmte Stadtmauer von Dubrovnik kann nur noch nach vorheriger Reservierung betreten werden, und von März bis November herrscht ein Einfahrverbot in die Innenstadt, sofern man keine Unterkunft im Gebiet gebucht und sein Kennzeichen registriert hat.

Für Fahrer unter 25 Jahren gelten geringere Höchstgeschwindigkeiten: 80 km/h außerorts,
120 km/h auf Autobahnen.
Zu den ACV Länderinformationen


Über die ACV App können Sie einmal pro Jahr eine kostenlose Tourenberatung anfordern.

Mehr Infos

FILMREIFE LANDSCHAFTEN
Für Fans der Serie „Game of Thrones“ sind Dubrvonik und Split ein absolutes Muss, während es Freunde der „Winnetou“-Filme eher in den ältesten der acht Nationalparks des Landes ziehen dürfte: Die Plitvicer Seen dienten unter anderem für den „Schatz im Silbersee“ als Kulisse. Wasserfälle und Holzstege verbinden die 16 übereinanderliegenden Seen, hier führt auch ein Teil des rund 2.000 Kilometer umfassenden Fernwanderwegenetzes vorbei. Sehr anspruchsvolle Routen gibt es im Geopark Biokovo-Imotska jezera, beispielsweise den Aufstieg auf den mit 1.762 Metern höchsten Gipfel des Biokovo-Gebirges in Dalmatien. Und dann sind da für Naturentdecker noch die eindrucksvollen Felsformationen der Karstlandschaften, der Blaue See ist einer der größten Karstseen Europas. 

Einen Teil der Wanderroute können auch Radtouristen nutzen, darüber hinaus gibt es weitere Radrouten, sowohl für konditionsstarke Mountainbiker als auch für entspannte Genussradler. Fast noch als Geheimtipp gilt Slawonien, der Nordosten Kroatiens. Aber dann ist da doch immer wieder das blaue Meer, die Boote wiegen sich auf den Wellen, die in der berühmten Meeresorgel an der Promenade von Zadar beruhigende Töne erzeugen (hier reinhören). Wo sollte das abendliche Glas kroatischen Weins besser schmecken?

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