„In dem Moment, als das Fahrzeug nicht geliefert wurde, habe ich Verdacht geschöpft. Vorher wirkte alles echt!“ Im Frühsommer wurde ACV Mitglied Tom Notermans Opfer einer perfiden Betrugsmasche; beim Kauf eines vermeintlichen Wohnmobil-Schnäppchens verlor er einen mittleren fünfstelligen Betrag.
Das Fahrzeug war Notermans, der in Köln das Wohnmobil-Sharing „Pumba Camper“ betreibt, per E-Mail angeboten worden, es sollte aus einem Insolvenzverfahren stammen. „Ich habe das gegengecheckt, die pleite gegangene Firma gab es, den auf Insolvenzrecht spezialisierten Rechtsanwalt, dessen angeblicher Mitarbeiter mich kontaktiert hat, gab es.“ Die ihm zugesandten Dokumente hätten echt gewirkt, ebenso wie die Kontaktadressen. Das Fahrzeug sei mit 10 Prozent unter Marktwert zwar ein Schnäppchen, aber auch nicht verdächtig billig gewesen.
Im Rückblick sei sein großer Fehler gewesen, dass er Vorkasse bezahlt hätte. „Ich würde heute immer nur per Sofortüberweisung zahlen, wenn das Fahrzeug geliefert und in Ordnung ist.“ Das rät er auch jedem anderen: „Ein seriöser Verkäufer bietet das an.“ Denn sein Wohnmobil wurde nicht geliefert; als er eine Stunde nach dem vereinbarten Termin realisierte, dass etwas nicht stimmt, war es zu spät, das Geld war weg. Er erreichte den Rechtsanwalt für Insolvenzrecht auf dem Handy: „Seine Identität war gestohlen worden, er sagte, ich sei an dem Tag schon der zweite Anrufer.“

„Ich würde heute immer nur per Sofortüberweisung zahlen.“
Tom Notermans ACV Mitglied
TYPISCHER TRICK BEI GEBRAUCHTSCHNÄPPCHEN
Notermans Situation ist kein Einzelfall. Der Polizei sei die Betrugsmasche bekannt, der Fall liege jetzt bei der Staatsanwaltschaft, so das ACV Mitglied. In dieser und ähnlicher Form kommt es auf dem Gebrauchtwagenmarkt immer wieder vor, dass Käufer um ihre (An-)Zahlung betrogen werden; typisch sind zum Beispiel gefälschte, aber täuschend echt wirkende Verkaufsanzeigen. Die Seiten imitieren bekannte Plattformen oder offizielle Herstellerseiten, sogar Autohersteller wie VW warnen offiziell vor dieser Masche. Lockangebote unter Marktpreis sollen Käufer zur Anzahlung verleiten, für Fahrzeuge, die es nicht gibt. Unter Vorwänden wie Transport oder Reservierung werden Interessenten zur Anzahlung gedrängt.
IDENTITÄTSMISSBRAUCH
Ein besonders hinterhältiger Trick, der in den vergangenen Monaten an Fahrt aufgenommen hat, basiert auf der Möglichkeit, bei einem Tempoverstoß jemand anderes als Fahrer anzugeben. Verkehrssünder benennen gezielt andere Personen, deren Daten sie illegal erlangt haben – etwa ehemalige Bekannte oder zufällige Dritte. Die Folge: Unbeteiligte erhalten Bußgeldbescheide, Punkte oder Fahrverbote. Zwar kennen die Behörden das Problem, doch für die Opfer ist der Nachweis oft mühsam, während die wahren Täter ungeschoren davonkommen.
BUßGELD-PHISHING
Bei einer ebenfalls zunehmenden Betrugsmasche geben sich Betrüger als Mitarbeiter von Behörden oder Inkasso-Firmen aus. Per E-Mail, SMS oder professionell gefälschten Briefen fordern sie angebliche Zahlungen für Mautgebühren, Parkstrafen oder Verstöße gegen die Umweltplakettenpflicht – oft mit der Drohung von Sanktionen. Viele Autofahrer überweisen vorschnell, vor allem, wenn das Schreiben amtlich aussieht und die Frist knapp ist. Beliebt sind angebliche Forderungen aus typischen Urlaubsländern wie Italien oder Frankreich. Doch hinter den offiziell wirkenden Schreiben stehen keine echten Behörden. Das Geld ist verloren.
GEFÄLSCHTE MARKEN-ERSATZTEILE
Auch der Ersatzteilmarkt ist ein Tummelplatz für Betrüger. Besonders betroffen sind teure Originalteile großer Hersteller wie Mercedes, BMW oder VW. Im Netz angebotene Fälschungen – etwa von Bremsscheiben oder Airbags – wirken echt, stammen aber aus zweifelhaften Quellen und erfüllen keine Sicherheitsstandards. Mercedes meldete 2024 über 1,5 Millionen beschlagnahmte Plagiate bei 793 internationalen Razzien. Für Autofahrer sind solche Teile doppelt riskant: Neben finanziellem Schaden drohen auch schwere Unfälle.
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Vereiste Autoscheiben sind im Winter immer wieder ein Problem, vor allem für Laternenparker. Zwei Dinge helfen zuverlässig, die Flächen eisfrei zu bekommen.
Nach einer frostigen Nacht sind Autoscheiben oft von einer Eisschicht überzogen – ein typisches Winterproblem für alle, die draußen parken. Bevor die Fahrt beginnt, müssen Front-, Heck- und Seitenscheiben vollständig frei sein. Nur ein Guckloch freizukratzen, mag verlockend sein, ist aber weder erlaubt noch sinnvoll. Hat es geschneit, müssen zudem alle Lichter, Kennzeichen sowie das Autodach vom Schnee befreit werden. Den Motor und damit das Gebläse zur Unterstützung im Stand laufen zu lassen, ist übrigens nicht erlaubt.
Am schnellsten und angenehmsten klappt das Enteisen mit einer Kombination aus Scheibenenteiser-Spray und Kunststoff-Eiskratzer. Das Spray löst die Eisschicht an, der Kratzer schiebt den Matsch anschließend von der Scheibe. Wichtig: Die Scheibenwischer sollten erst dann ihre Arbeit aufnehmen, wenn die Scheibe komplett eisfrei ist. Müssen sie sich durch harte Eiskrusten kämpfen, leiden die Gummilippen und die Wischer schmieren später schneller. Bevor man die Scheibenwischer gegen das Festfrieren oder zum Enteisen hochklappt, lohnt sich bei neueren Fahrzeugen ein Blick ins Handbuch: Oft müssen die Wischer vor dem Hochklappen in eine Wartungsposition gebracht werden.
Wer die Scheiben regelmäßig reinigt, hat im Winter weniger Arbeit: Schmutz und Rückstände auf dem Glas begünstigen Eisbildung. Eine von außen aufgebrachte Thermoschutzfolie kann zusätzlich helfen, dass sich eine dicke Eisschicht über Nacht gar nicht erst bildet – abends auflegen geht schneller als morgens kratzen. Von improvisierten Werkzeugen wie CD-Hüllen ist abzuraten; sie hinterlassen schnell Kratzer im Glas. Ein absolutes No-Go sogar ist heißes Wasser auf der gefrorenen Scheibe. Durch den starken Temperaturunterschied kann das Glas springen oder reißen.
Mehr Tipps und Tricks rund ums Auto im Winter lesen Sie im Ratgeber auf acv.de.
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