Meldungen
Mit fossilen Brennstoffen betriebene Dienstwagen werden nach einer Studie der Umweltschutzorganisation Transport & Environment (T&E) allein in Deutschland jährlich mit 13,7 Milliarden Euro staatlich subventioniert. Damit belegt die Bundesrepublik in einer Berechnung des Beratungsunternehmens Environmental Resources Management (ERM) in Europa einen Spitzenplatz. Hier führt Italien mit 16,0 Milliarden Euro. Es folgen Deutschland, Frankreich (6,4 Milliarden Euro) und Polen (6,1 Milliarden Euro). In die Berechnung hat ERM die wichtigsten Steuervergünstigungen einbezogen, wie Vorsteuerabzug, Abschreibung, Pauschalbesteuerung des geldwerten Vorteils von Dienstwagen und Tankkarten. T&E kritisiert, dass die Anreize für Arbeitgeber in Deutschland, auf Dienstwagen mit Elektroantrieb umzusteigen, aufgrund der aktuellen Förderungen zu gering sind. Hierzulande entfallen rund zwei Drittel aller Neuzulassungen auf gewerblich genutzte Fahrzeuge.

Beweisbarkeit bei digitalen Tempolimits?
Mechanische oder digitale Verkehrsschilder zeigen temporäre Geschwindigkeitsbegrenzungen an. Sie werden bei Stau, Unfällen oder schlechter Witterung eingesetzt und haben Vorrang. Weil die Ordnungsbehörden in der Pflicht sind, das Vergehen der Geschwindigkeitsüberschreitung nachzuweisen, werden die digitalen Anzeigen vollständig und beweissicher protokolliert. Fehlen Verkehrszeichen oder digitale Anzeigen, gilt Richtgeschwindigkeit. Mehr dazu:
Benzinpreis mehr als verfünffacht
Benzinpreisentwicklung 1972-2024
Auf 1.000 Einwohner kommen 580 Pkw
Die Pkw-Dichte in Deutschland ist wieder gestiegen. Nach einem leichten Rückgang im Vorjahr legte die Zahl der Autos pro 1.000 Einwohner zum Jahresanfang 2024 um 2 auf 580 Fahrzeuge zu, so Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Damit bleibt das Verhältnis unter dem 2022er Rekordwert von 583 Pkw pro 1.000 Einwohner. Grund für die im Vergleich geringere Pkw-Dichte ist, dass die Zahl der Autos seit 2022 weniger stark zugenommen hat als die Bevölkerung. Trotzdem erreichte der Pkw-Bestand zum Stichtag am 1. Januar 2024 mit 49,1 Millionen Fahrzeugen einen neuen Höchststand. Auf längere Sicht hat auch die Pkw-Dichte stark zugelegt: In den vergangenen zehn Jahren wuchs die Zahl der Fahrzeuge pro 1.000 Einwohner um 37.
Zahl der Autodiebstähle steigt
Die Polizei hat im vergangenen Jahr mehr Autodiebstähle registriert. Wie aus der Statistik des Bundeskriminalamts (BKA) hervorgeht, wurden 2023 deutschlandweit 15.924 Pkw als gestohlen gemeldet, 9 Prozent mehr als im Vorjahr. Diebstähle von Lkw haben um 48 Prozent auf 1.009 Fälle zugenommen. Laut BKA sind die Diebe zu großen Teilen Gruppen, die arbeitsteilig vorgehen und Entwendung, Handel und Transport organisieren.
Beim Diebstahl selbst beobachtet die Polizei zunehmend, dass reisende Tätergruppen Wohnungseinbrüche begehen, Fahrzeugschlüssel entwenden und dann das dazugehörige Auto stehlen – sogenanntes Homejacking. Alternativ greifen sie auf technische Hilfsmittel wie das Abfangen von Signalen der Keyless-Startsysteme zurück. Auch die Überwindung der Wegfahrsperre und Herstellung neuer Autoschlüssel mit passender Codierung zählt zu den Vorgehensweisen.
Wie Sie sich und Ihr Auto vor Diebstahl schützen können? Mehr auf acv.de im Ratgeber zum Thema.