
Vom Rundskalenautoradio der 1950er-Jahren bis zum Infotainment-System mit riesigem Bildschirm sind einige Jahrzehnte vergangen.

Der Autosuper 5 stand 1932 am Beginn der Geschichte des Autoradios, er war das erste europäische Serien-Autoradio, entwickelt am Bosch-Firmensitz; ein 15-Kilo-Ungetüm mit fünf Elektronenröhren und zudem ein Luxusobjekt.

Blaupunkt Autoradio von 1937; die Marke entwickelte sich nach dem zweiten Weltkrieg zu einem führenden Autoradio-Hersteller.

Autoradio der Marke Telefunken 1937 im Mercedes-Benz 770 „Großer Mercedes“ Cabriolet D (W 07); Senderskala als Rundinstrument (Mitte unten), rechts im Fußraum der separate Lautsprecher.

Autoradio Becker Nürburg im Armaturenbrett integriert, im Mercedes-Benz 300 Cabriolet D (W 186) aus dem Jahr 1951.

Historisches Rundskalenautoradio vom Typ Becker Solitude aus den 1950er-Jahren mit holzverkleideter Front für den Einbau im Armaturenbrett.

Verkehrsfunkansagen wurden seit 1969 ausgestrahlt. Mit Hilfe eines ARI-Decoders, der ab 1974 separat lieferbar und ab 1976 in verschiedenen Autoradiomodellen integriert war, konnten Sender mit Verkehrsfunk erkannt werden.

Ab den frühen 80er-Jahren deutete sich mit LCD-Minidisplays das digitale Zeitalter an. Hier täuschend echt im Stil des Hamburg SQM 23 aus dem Jahr 1983 die Neuauflage von Blaupunkt aus 2024 mit DAB-Empfang, USB-Anschlüssen und Bluetooth.

Anfang der 1990er-Jahre war die Kassette Nummer 1 unter den Tonträgern im Auto, hier der Typ Becker Mexico Cassette im Mercedes-Benz 300 SE der Baureihe 140 aus 1991.

In den Nullerjahren wandelten sich die einstigen Radios zu vielseitig talentierten Multimediageräten mit Touchscreens; hier das Comand-System von Mercedes in der C-Klasse 2001, u.a. mit Festplatten-Navigation, Radio, CD/DVD-Wechsler, 4 GB Speicher, SD-Karten-Steckplatz und Bluetooth-Schnittstelle.