Gut ausgelastet


Schwerfällige Räder mit Kiste? Nicht unbedingt. Mit dem Boom der Lastenräder steigt auch die Auswahl an Modellen für unterschiedliche Bedürfnisse. Fünf Beispiele für den Trend zum Transportrad.


Cargobikes sind in urbanen Regionen immer stärker als klimafreundlicher Autoersatz gefragt; der Elektroantrieb hat diesem Genre im Wortsinn Schwung verliehen. Fast jedes Zehnte (9 Prozent) 2023 verkaufte E-Bike war ein E-Lastenrad, so der Zweirad-Industrieverband (ZIV), welcher von einer „sprunghaft“ gestiegenen Nachfrage spricht. 

Gründe für den Kauf eines Lastenrads gibt es viele: Kostenersparnis gegenüber dem Auto, zügiges Durchkommen in der Stadt, keine Parkplatzprobleme, mehr Klimabewusstsein – gepaart mit erhöhten Transportmöglichkeiten im Vergleich zum normalen Rad, ob für Kinder, Campinggepäck oder Sporttasche. Auf den Boom reagiert die Industrie mit immer neuen Typen.

KOMPAKTRAD MIT FLEXIBLER BOX

Handliche Alternative zu sperrigen Bikes mit Transportbox ist das „Carrie“ (ab 5.800 Euro) von Riese & Müller (Länge: 2,09 Meter, Breite: 46 Zentimeter). Zum kompakten Erscheinungsbild passt die flexible Box: geschlossen schmal, aufgeklappt mit Platz für viel Gepäck oder bis zu zwei Kinder. Das rund 35 Kilo leichte Bike trägt einen bis zu 110 Kilo schweren Fahrer und bis zu 200 Kilo insgesamt.

SCHWERLAST-STROMER

Das üppig dimensionierte Btwin F900E Family (5.000 Euro) von Decathlon bietet viel Fahrrad für vergleichsweise wenig Geld, unter anderem: große Transportbox mit Zweier- und Klapp-Einzelbank, Fünfpunkt-Gurte, Seitentür, Regenverdeck, Doppelständer. Mit 66 Kilo ist das Long-John-Modell ziemlich schwer, dafür beträgt das zulässige Gesamtgewicht 250 Kilo.

SCHWERLAST-STROMER

Das üppig dimensionierte Btwin F900E Family (5.000 Euro) von Decathlon bietet viel Fahrrad für vergleichsweise wenig Geld, unter anderem: große Transportbox mit Zweier- und Klapp-Einzelbank, Fünfpunkt-Gurte, Seitentür, Regenverdeck, Doppelständer. Mit 66 Kilo ist das Long-John-Modell ziemlich schwer, dafür beträgt das zulässige Gesamtgewicht 250 Kilo.

HANDLICHES STADTFAHRRAD

Noch Normalrad oder doch schon Cargo? Die Grenzen verschwimmen, wie das Mini-Cargo des Frankfurter Newcomers Lax Cycles zeigt. Das Lax Bike (mit E-Antrieb ab 5.250 Euro, ohne ab 4.000 Euro) ist ein Kompaktrad mit 20-Zoll-Rädern. Sein üppig dimensionierter Frontträger, der sich mit bis zu 20 Kilogramm schwerem Gepäck beladen lässt, verleiht dem Lax sein Transporttalent. Ein optionaler Heckträger erlaubt eine Kindersitz-Montage.

FALTBARES LASTENRAD

Multimodal besonders flexibel einsetzbar ist das Gocycle CXi (7.000 Euro), leichtgewichtiges E-Klapprad mit verlängertem Gepäckträger auf 20-Zoll-Leichtbaurädern. Trotz E-Antriebs wiegt es lediglich 23 Kilogramm, kann aber bis zu 60 Kilo auf das Gepäckdeck nehmen. Dank der Faltmechanismen für Rahmen und Lenker ist die Mitnahme in Pkw, Wohnmobil oder Bahn möglich. Das CXi soll im Herbst auf den Markt kommen.

FALTBARES LASTENRAD

Multimodal besonders flexibel einsetzbar ist das Gocycle CXi (7.000 Euro), leichtgewichtiges E-Klapprad mit verlängertem Gepäckträger auf 20-Zoll-Leichtbaurädern. Trotz E-Antriebs wiegt es lediglich 23 Kilogramm, kann aber bis zu 60 Kilo auf das Gepäckdeck nehmen. Dank der Faltmechanismen für Rahmen und Lenker ist die Mitnahme in Pkw, Wohnmobil oder Bahn möglich. Das CXi soll im Herbst auf den Markt kommen.

OFFROADER MIT GROßEM GEPÄCKTRÄGER

Als Adventure Cargobike hat das Orox (6.800 Euro) des taiwanesischen Herstellers Tern eine neue Nische begründet, für reiselustige Biker mit größerem Gepäck auf Routen abseits befestigter Straßen. Wie ein Mountainbike haben die breiten Reifen leichtes Stollenprofil, der Gepäckträger ist prädestiniert für die Montage großer Gepäcktaschen. Als zulässiges Gesamtgewicht nennt Tern 180 Kilo im Gelände (Asphalt: 210 Kilo).