FÜR DÄMMUNG SORGEN
Gerade über die großen Frontscheiben entweicht viel Wärme. Außenmatten, Vorhänge oder Thermohauben helfen, die Kälte draußen zu halten. Auch der Bodenbereich sollte bedacht werden; eine isolierende Matte kann für warme Füße sorgen und spart Heizenergie.
WASSERANLAGEN SCHÜTZEN
Eingefrorene Leitungen oder Tanks sind ein Klassiker beim Wintercamping. Wer kein „winterfestes“ Fahrzeug mit isolierten und beheizten Wasserbehältern hat, sollte die Systeme regelmäßig entleeren oder mit Frostschutzmaßnahmen sichern. Auch bei beheizten Fahrzeugen gilt: Leitungen im Außenbereich regelmäßig kontrollieren, bevor Frostschäden entstehen.
Winterfeste Camping-Fahrzeuge sind speziell isoliert – wer über eine Nutzung in der kalten Jahreszeit nachdenkt, sollte darauf beim Kauf achten.
Vor jeder Wintertour ist die Heizungs- und Gasanlage zu prüfen: Funktion, Dichtigkeit und Füllstand der Gasflaschen gehören auf die Checkliste. Komfortabel sind Heizungsmodelle, die es auch in Verbindung mit elektrischem Betrieb gibt. So kann die Heizung am Standplatz über ein 230-Volt-Netz arbeiten.
ENERGIEVERSORGUNG SICHERN
Im Winter läuft die Heizung oft rund um die Uhr, entsprechend hoch sind der Gas- und Stromverbrauch. Eine Ersatzflasche ist Pflicht, idealerweise mit einem Regler samt Umschaltautomatik, der selbstständig auf die volle Flasche wechselt. Sinnvoll ist auch ein Regler, der ein Vereisen des Gasreglers verhindert, sodass das Gas stets ungehindert strömen kann. Propangas ist auch im Winter geeignet, in Deutschland sind 5/11-kg-Flaschen üblicherweise mit Propan gefüllt.
AUSREICHEND HEIZEN
Auch bei Minusgraden muss Camping kein Verzichtsprogramm sein. Zusätzliche Teppiche, warme Decken oder eine kleine elektrische Zusatzheizung schaffen Behaglichkeit. Wichtig ist, die Innentemperatur konstant zu halten: Das Fahrzeug vollständig auskühlen zu lassen, kostet mehr Energie als ein sparsamer Dauerbetrieb der Gasheizung auf niedrigem Niveau.
FEUCHTIGKEIT VERMEIDEN
Warme Luft speichert Feuchtigkeit, was im Winter schnell zum Problem werden kann. Mehrmals tägliches Stoßlüften hilft, Kondenswasser und Schimmel zu vermeiden. Lüftungsöffnungen müssen stets frei bleiben, der Schnee muss entfernt werden. Ein Vorzelt wirkt zusätzlich als Kältepuffer und bietet Platz für feuchte Ski-Kleidung oder Wanderschuhe, die nicht in den Wohnraum gehören; viele Wintercampingplätze bieten hierfür alternativ einen Trockenraum.
Ein ebener, befestigter Stellplatz ist im Winter wichtiger denn je: Tauwetter kann das Fahrzeug sonst zum Einsinken bringen, außerdem sollte eine mechanische Handbremse im Winter nicht angezogen werden, damit sie nicht einfriert; elektronische Parkbremsen sind weniger anfällig. Bäume in direkter Nähe sind wegen herabfallender Schneemassen oder Äste problematisch. Dach und Vorzelt sollten regelmäßig von Schnee befreit werden.





